Ein Fernseher auf Abenteuerreise
Kinder des Kindersingkreises hatten hierzu folgende Einfälle:
eine Geschichte von:
Sabine Latorre, Annerose Naber
Das kreative Sachbuch "Fernsehen"
Dietzenbach:
ALS-Verlag, 1996
Es war wieder einmal ein so richtig langweiliger Nachmittag. Max hatte seine Hausaufgaben gemacht und schaute sich nun in seinem Zimmer nach seinen Spielsachen um. Aber er hatte keine Lust, mit irgend etwas zu spielen. Also schaltete er aus lauter Langeweile den Fernseher ein, der seit einigen Wochen in seinem Zimmer stand. Er hatte den Apparat auf dem Sperrmüll gefunden. Er war schon ziemlich alt, stand auf vier dünnen Beinen und hatte nur sechs Programmknöpfe. Aber Max war ganz glücklich über sein eigenes Fernsehgerät. Er setzte sich in seinen Sessel und schaute den ganzen Nachmittag eine Sendung nach der anderen an: Comicserien, einen Märchenfilm, ein ganz interessantes Kindermagazin und dazwischen jede Menge Werbung. Eigentlich war es ihm ja ganz egal, welche Sendungen kamen, Hauptssache dieser langweilige Nachmittag ging vorbei. Und nach dem Abendessen schaltete er das Gerät wieder ein und legte sich ins Bett. Er wäre wohl nach einigen Stunden vor dem Fernseher eingeschlafen, wenn dieser nicht begonnen hätte zu qualmen. Aus allen Ritzen drang plötzlich schwarzer, stark riechender Rauch und mit einem Knall erlosch die Mattscheibe. Es war nämlich so, daß der Fernseher keine Lust mehr hatte, laufend bunte Bilder zu senden. Ihm war schon ganz heiß, weil er stundenlang in Betrieb war. Außerdem war ihm fürchterlich langweilig: Er hatte den ganzen Tag nur Max gesehen, zuerst im Sessel sitzend und dann im Bett liegend. Dieser Tag war für ihn genauso langweilig gewesen wie für Max. Jetzt hatte er genug. Die ganze Nacht überlegte der Fernseher, wie er dem Schicksal entrinnen könnte, immer nur Max' Augen auf sich gerichtet zu sehen. Denn so ein langweiliger Tag konnte sich ja jederzeit wiederholen! Also beschloß der Apparat abzuhauen und das Abenteuer zu suchen. Als die Wohnung am nächsten Morgen verlassen war, machte er sich langsam auf seinen dünnen Beinen auf, zuerst aus Max' Zimmer, dann hinaus aus der Wohnungstür, die Treppe hinunter und raus aus der Haustür. Als er die erstaunten Blicke der Menschen draußen bemerkte, begann er so schnell er konnte, die Straße hinunterzuflitzen. Was er jetzt alles erlebte, war unglaublich ....













der Fernseher im Kino
Louisa, 8 Jahre
der Fernseher im Zoo
Jascha, 6 Jahre
der Fernseher im Wald
Nadja, 7 Jahre
der Fernseher beim Einkaufen
Laura, 5 Jahre
der Fernseher steht vor Saturn
Paul, 11 Jahre
der Fernseher in eine neuem Zuhause
Daniel, 6 Jahre
der Fernseher im Kino
Leonie, 7 Jahre
der Fernseher beim Schaufensterbummel
Ariane, 12 Jahre
der Fernseher beim Fußballspielen
Vanessa, 11 Jahre
der Fernseher im Schwimmbad
Eva, 11 Jahre
der Fernseher und seine neue Geschichte
Eva, 12 Jahre